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Kirchenvorstandswahl 13. Juni

Kirchenwahlen: Erste Trends und ein behobener Online-Schluckauf

Kirchenwahl 2021: Warten auf die Ergebnisse

Kirchenwahl 2021: Warten auf die Ergebnisse

Fast 10.000 Kandidierende in über 1.000 evangelischen Gemeinden in Hessen und Rheinland-Pfalz standen am 13. Juni zur Wahl. Seit Sonntagabend laufen die Ergebnisse in Darmstadt ein. Und es zeichnet sich bereits eine deutlicher Trend und eine Herausforderung ab.

Wichtiger Hinweis für alle 130 Wahlvorstände in Gemeinden mit Online-Wahl 
Die Übermittlung der Onlinewahlergebnisse aus dem zentralen Rechenzentrum  an die EKHN hatte sich Sonntagabend leider verzögert. Seit Montag, 10 Uhr sind die Daten für alle abrufbar. Das #MeineWahl-Team der EKHN bittet um Entschuldigung für die technischen Probleme.    
Mehr Infos zum Vorgehen für Wahlvorstände mit Online-Wahl 

 

Sitzungsaal am Paulusplatz wird zum sicheren Wahlzentrum 

Abstand, offene Fenster, Maske: Dort, wo sonst die Kirchenleitung Entscheidungen fällt, hat sich das zentrale Wahlbüro der hessen-nassauische Kirche corona-sicher eingerichtet. Im großen Tagungssaal der Kirchenverwaltung am Paulusplatz in Darmstadt laufen am Sonntagabend seit 18 Uhr Uhr die kirchenweiten Ergebnisse der Vorstandwahlen ein. Das Team um Statistikerin Katharina Alt, Steffen Bauer und Ina Wittmeier von der Ehrenamtsakademie sowie Juristin Petra Zander und Öffentlichkeitsarbeiter Martin Reinel schaut, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht. Und es berät Gemeinden, wenn es bei der Übermittlung der Daten am Sonntagabend technisch hakt. Was dann prompt passierte. Doch der Reihe nach. 

Wahlbeteiligung scheint sich deutlich erhöht zu haben  

Vor allem die Wahlbeteiligung steht bei den Kirchenvorstandswahlen traditionell im Rampenlicht. Wird sie höher ausfallen als bei der Stimmabgabe vor sechs Jahren? Damals gingen 18,5 Prozent der Evangelischen in Hessen-Nassau an die Urnen. Und ja: Bereits gegen 20 Uhr zeichnet sich nach dem Eintrudeln der ersten Ergebnisse aus 100 Gemeinden ab, dass die Beteiligung darüber liegen wird. Vielleicht sogar deutlich über 20 Prozent. Daumendrücken! Allgemeine Briefwahl in mehr als 600 der rund 1000 EKHN-Gemeinden scheinen sich ausgezahlt zu haben. (Update Montag: Inzwischen hat sich der Trend verfestigt. Hier zum aktuellen Artikel)

Technik-Schluckauf am Montag im Griff

Erstmals hatten auch 130 Gemeinden eine elektronische Stimmabgabe möglich gemacht. Doch hier zeigte die Digitalisierung auch ihre fiesen Tücken. Die Daten aus den Gemeinden gingen zwar sicher im Rechenzentrum ein, konnten dort aber zunächst nicht in das Wahlprogramm eingespeist werden. Gemeinden und Kandidierende mit Online-Wahl warteten Sonntagbend deshalb vor Ort vergeblich auf ihre Resultate. Ärgerlich für alle Beteiligten. Seit Montamorgen läuft das System wieder rund. Gemeinden können ihre Online-Ergebnisse inzwischen einsehen. Inzwischen ist auch klar, warum die Technick zickte. Die Schnittstellen bei der Übergabe der Daten waren durch die schiere Menge verstopft worden und konnten erst am Montagmorgen wieder richtig durchgepustet werden. Wie hoch die Wahlbeteiligung genau ausfällt, lässt sich auch ohne den technischen Schluckauf erst gegen Montagmittag solide ausmachen. Dann liegen auch tragfähige Ergebnisse beispielsweise zusammengefasst nach Dekanaten vor. www.ekhn.de hält alle zur Kirchenwahl 2021 auf dem Laufenden. Hier zum aktuellen Stand (14. Juni 2021)

1,2 Millionen in Hessen-Nassau waren wahlberechtigt 

Am Sonntagmorgen hatten die Wahlen für die Vorstände in den Gemeinden der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) begonnen. Rund 1,2 Millionen Wahlberechtigte waren am 13. Juni aufgerufen, über die Zusammensetzung der Kirchenvorstände in 1.059 Gemeinden in Hessen und Rheinland-Pfalz zu entscheiden. 

10.000 Kandidierende standen in über 1000 Gemeinden zur Wahl 

Zur Wahl standen rund 10.000 Kandidatinnen und Kandidaten in den kirchlichen Leitungsgremien vor Ort. Erstmals sind Online-Abstimmungen in einzelnen Gemeinden möglich.  Bei der zurückliegenden Wahl 2015  wurden 9.838 Mitglieder in Vorstände gewählt. Davon waren fast 60 Prozent Frauen. In der EKHN durften alle Evangelischen bereits ab 14 Jahren wählen. Insgesamt hat die hessen-nassauische Kirche rund 1,5 Millionen Mitglieder. Sie erstreckt sich von Biedenkopf über das Rhein-Main-Gebiet bis Neckarsteinach. Mit Mainz, Worms und Montabaur gehören auch rheinland-pfälzische Landstriche zum Kirchengebiet.

Evangelisches Markenzeichen vor Ort stärken

Die ehrenamtlichen Kirchenvorstände gelten als besonderes evangelisches Markenzeichen. Die demokratisch gewählten Leitungsgremien sind für den Kurs der Gemeinde vor Ort verantwortlich. Sie entscheiden beispielsweise genauso über die Auswahl einer neuen Pfarrerin wie über die Dachsanierung und die Ausrichtung der evangelischen Kindertagesstätte. Die Kirchenvorstände haben je nach Gemeindegröße zwischen 4 und 21 Mitgliedern. Sie werden für sechs Jahre gewählt. Die neue Amtsperiode beginnt am 1. September 2021.

Kirchenvorstände sind das Herz der Kirche

„Unsere Kirche lebt davon, dass viele mitmachen“, betonte der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung in seinem Aufruf zum Wahlsonntag. Als „Herz der Kirche“ trügen die Vorstände die Verantwortung in den mehr als 1.000 Gemeinden, so Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf weiter. Gemeinsam mit Ulrich Oelschläger, dem Präses der EKHN-Synode, warbn sie in einem Wahlspot: „Geben Sie Ihrem Kirchenvorstand eine starke Stimme!“ Zum Video.

Alle Informationen zur Kirchenvorstandswahl 2021 auch online:
www.meinewahl.de
Hashtag #MeineWahl2021

 

 


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